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26. Jahrestagung der GDSU - 2017

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02.03.2017

Call for Papers

Call for Papers – Forschungsband, Bd. 9 ( Download)

Arbeitstitel: Methodologien der Forschungen zur Didaktik des Sachunterrichts

Herausgeber: Giest/ Gläser/ Hartinger

Die Didaktik des Sachunterrichts hat sich seit Gründung der GDSU in qualitativer und quantitativer Hinsicht als forschende Disziplin gut entwickelt. Das trifft im letzten Jahrzehnt auch auf ihre empirische Forschungsausrichtung zu.

Sachunterricht weist als vielperspektivisches Fach/ Lernbereich eine Vielzahl an Bezugsfächern auf, seine Didaktik integriert neben diesen fachlich-inhaltlichen Bezügen ferner solche zur Philosophie und Erkenntnistheorie, Erziehungswissenschaft/ Pädagogik, Entwicklungs- und Lernpsychologie sowie zur Allgemeinen Didaktik. Dadurch bedingt weisen Forschungsarbeiten zur Didaktik des Sachunterrichts sowohl in fachlicher als auch erziehungswissenschaftlicher Sicht eine hohe Heterogenität auf, die es mitunter schwer macht, dahinter die Konturen der eigenen Disziplin wahrzunehmen.

Daher wird in den letzten Jahren vermehrt kritisiert, dass in Forschungsarbeiten mitunter ihre genaue Verortung innerhalb und der Beitrag zur Stärkung der Disziplin schwer zu erkennen sind: Die Arbeiten hätten genauso gut anderen Disziplinen (z.B. Fachdidaktiken oder pädagogische Psychologie) zugeordnet werden können. Daher erscheint eine grundlegende Diskussion über die methodischen, aber vor allem auch über die methodologischen Bezüge von Nöten.

Aus diesem Grund möchte der Vorstand mit einem Forschungsband dazu beitragen, den Blick auf die methodologischen und methodischen Grundlagen der eigenen Disziplin zu schärfen, das Bewusstsein über das eigene fachdidaktische Selbstverständnis weiter zu entwickeln, um dazu beizutragen, dass die Spezifik unserer noch jungen Disziplin stärker entwickelt, reflektiert und in den Forschungsarbeiten beachtet wird.

Im Band sollen erfolgreich abgeschlossene Forschungen mit einem klaren sachunterrichtsdidaktischen Fokus dokumentiert und dabei vor allem aus methodologischer und methodischer Sicht reflektiert und diskutiert werden. Dabei sollen Forschungsarbeiten (z.B. Dissertationen, Masterarbeiten, Drittmittelforschungsprojekte) nicht noch einmal vorgestellt werden, sondern es soll an Beispielen herausgearbeitet werden, welche erkenntnistheoretisch-methodologischen Überlegungen dem dokumentierten Forschungsansatz zugrunde liegen und wie diese methodentheoretisch begründet umgesetzt wurden (siehe dazu die unten angehängten Hinweise für die Einreichung eines Vorschlages). Damit sollen sowohl für die Entwicklung von größeren Forschungsarbeiten als auch für vielfältige Qualifikationsarbeiten (Bachelor-/ Masterarbeiten, Promotionen und Habilitationen) Anregungen gegeben werden, wie diese im disziplinären Rahmen besser zu verorten sind.

Der Vorstand freut sich auf Ihre Vorschläge, die Sie bitte bis zum 31.05.2017 beim Herausgeber einreichen können. (Erwünscht sind für die Didaktik des Sachunterrichts exemplarische theoretische, empirische – qualitative und quantitative – Forschungsarbeiten.)

Der Abgabetermin der Manuskripte ist der 01. September 2017.

Andreas Hartinger (1. Vorsitzender und Reihenherausgeber): andreas.hartinger@phil.uni-augsburg.de

Hartmut Giest (für die Herausgeber des Bandes): giest@uni-potsdam.de

 

Hinweise für das Einreichen eines Vorschlages

Der Vorschlag sollte umfassen:

Titel der Arbeit

Autoren

Abstract (2-3 Seiten)

Bitte orientieren Sie sich im Abstract an folgender Gliederung:

  1. Theorie/ Stand der Forschung (Hier sollte u.a. klargemacht werden, welche theoretischen Grundprobleme innerhalb der Wissenschaftsdisziplin angegangen werden sollen und worin das Erkenntnisinteresse besteht?
  2. Konkretisierung der Fragestellung
  3. Methodologie/ Methodik der Forschungsarbeit (Mit Blick auf die Intention des Bandes sollte dieser Teil – dann auch im späteren Artikel – intensiver und umfangreicher werden als im Normalfall. Folgende Aspekte sollten hier bearbeitet werden:
  • Auf welchen methodentheoretischen (methodologischen) Prinzipien beruht der Ansatz der Arbeit (z.B. quantitativ – empirisch-analytisch –, qualitativ – hermeneutisch –; deskriptiv, präskriptiv, …)?
  • Welche erkenntnistheoretisch-methodologische Position liegt ihm zugrunde und wie wird diese begründet? Welche Praxisform ist Gegenstand der Arbeit, welchem Design folgt die Forschungsarbeit (Beispiele: quasi-experimentelle Bedingungsvariation in einer testdiagnostischen Untersuchungssituation; soziometrische Studie)?
  • Auf welchen methodologischen Prinzipien beruhen die angewandten Methodenklassen? (Beispiel: Auswahl der Stichproben, Verfahren zur Gewinnung repräsentativer Merkmalsträger, Logik/ Theorie der Versuchsplanung – Variation und Kombination der Versuchsbedingungen, Kontrolle der Randbedingungen/ Fallauswahl etc. Gütekriterien qualitativer Methoden, Qualitatives Sampling)
  • Welche Methoden der Datengewinnung, -erhebung und Datenanalyse werden warum eingesetzt? (Hierzu gehört z.B. die Frage nach den eingesetzten statistischen Verfahren und deren adäquater Nutzung – z.B. Abhängigkeit statistischer Testverfahren von den Besonderheiten – z.B. Skalierung – der Daten/ Entwicklung von Interviewleitfäden, Datenerhebung mit Videografie, teilnehmende Beobachtung (Kriterienentwicklung), Typenbildung, Kategorienbildung… .)
  1. Ergebnisse
  2. Diskussion der Ergebnisse Hier sollte dann v.a. noch einmal besprochen werden, wie die Arbeit in das Spektrum grundlagenorientiert, nutzensorientierte Grundlagenforschung, Anwendungsforschung (z.B. Evaluation) einzuordnen ist und inwieweit sie sich als disziplinär sachunterrichtlich verortet.