Zusammenfassung der Arbeiten und Ergebnisse der AG „Neue Medien (ICT) im Sachunterricht“ der GDSU
Kurzvorstellung der AG
Die AG hat ihr Selbstverständnis in der konstituierenden Sitzung am 09.10.2009 in Essen definiert. Wichtige Eckpunkte der Arbeit sind:
- Verknüpfung von universitären Entwicklungs- und Forschungsprojekten mit Praxisarbeit an den Grundschulen.
- Neue Produkte (über klassische Lernsoftware hinaus) entwickeln und evaluieren.
- „Neue Medien“ vor allem als „neue didaktische Arrangements mit den neuen Möglichkeiten Neuer Medien“ zu verstehen.
- Forschungsvorhaben bündeln und Kooperationen anregen.
Aktivitäten der AG
Die AG hat sich seit ihrer Gründung am Freitag, den 13. März 2009 in Berlin zweimal an verschiedenen Orten getroffen.
Das erste Treffen fand an der Uni-Duisburg-Essen in Form einer Tagung mit Einzelvorträgen statt. Beteiligt war hier zusätzlich zu den AG-TeilnehmerInnen ein studentisches Seminar zum Thema Neue Medien im Sachunterricht.
Den Hauptvortrag hielt Dr. Hartmut Mitzlaff, Vertretungsprofessor an der Uni-Duisburg-Essen, und gab einen Überblick in die Entwicklungen von Neuen Medien in der Grundschule und im Sachunterricht in den letzten Jahrzehnten. Es wurden aktuelle Projekte und Forschungen vorgestellt sowie eine konstituierende Sitzung mit Diskussion über Namen, Inhalte und programmatische Ausrichtung der AG geführt.
Die Tagungsbeiträge und die Diskussion liegen als Tagungsband in publizierter Form ab März 2010 vor: Peschel, Markus (Hrsg.): Neue Medien im Sachunterricht. Schneider-Verlag, Hohengehren.
Das zweite Treffen war am 12./13.02.2010 an der Pädagogischen Hochschule FHNW in Liestal/Basel. Hier standen Forschungsmethoden und mögliche Zugänge zum Feld im Mittelpunkt der Diskussionen.
Das Einführungsreferat wurde von Prof. Dr. Friedrich Gervé, Heidelberg, gehalten.
Die AG möchte eine Lernplattform gemeinsam entwickeln und bearbeiten, die sowohl Schüler als auch Lehrende als Austausch- und Kommunikationsplattform nutzen können. Hier bieten sich eine enge Verbindung der Projekte InKLuS und kidipedia an.
Das dritte Treffen war am 15./16.10.2010 an der Pädagogischen Hochschule FHNW in Solothurn. Bei diesem Treffen wurden neue Möglichkeiten der Einbindung von Neuen Medien im Unterricht (FogScreen, Microsoft-Surface, mLearning, Smartboard, 3D, HD etc.) vorgestellt und diskutiert. Dabei wurde deutlich, dass sich über die Entwicklung der Technik bislang wenig auf didaktischer oder schulischer Einsatzebene getan hat. Das nächste Treffen am 30.09./01.10.2011 soll hierzu neue Anstösse geben.
Weitere Punkte, die die AG in Zukunft verfolgen möchte:
- Die AG möchte analysieren, welche Herausforderungen und Chancen der Sachunterrichtsdidaktik daraus erwachsen, dass ICT/Neue Medien zur Lebenswelt der Kinder gehören.
- Auf der GDSU-Tagung sollen Themen, die AG-Teilnehmende bearbeitet haben, vertieft werden (ggf. Symposium)
- Die AG möchte anderen Personen zeigen, was sich verändert, wenn man ICT/Neue Medien im Sachunterricht einsetzt (Good Practise)
- Die AG möchte analysieren, welche Kompetenzen Kinder benötigen um Medien für Sachlernen gewinnbringend nutzen zu können.
- Die AG hält eine enge Verzahnung von Theorie und Praxis auf der einen Seite und Forschung und Entwicklung auf der anderen Seite in diesem schnelllebigen Entwicklungsfeld für sehr wichtig.
- Moodle soll als Kommunikationsplattform für den Austausch der Teilnehmenden etabliert werden.
- Die AG möchte mehr etablierte Köpfe zur Mitarbeit und zur Diskussion gewinnen.
Das vierte Treffen der AG findet am 30.09./01.10.2011 an der Pädagogischen Hochschule FHNW in Liestal statt. Moderne Geräte funktionieren zunehmend mittels direkter Eingabemöglichkeit auf dem Bildschirm (Touch). Der „Siegeszug“ einer neuen Klasse von Endgeräten – ausgelöst von dem ersten iPhone – ist mittlerweile so umfassend, dass (finger- bzw. stiftbasierte) „Touch-Eingaben“ bei mobilen Endgeräten die Regel ist. Zu „Touch“ gehören „Multitouch-Eingaben“ unmittelbar dazu, denn so lassen sich z.B. Fotos vergrössern, drehen usw. Im Lernbereich sind sowohl Touch als auch Multitouch in der didaktischen Diskussion und in der praktischen Umsetzung in der Schule kaum angekommen. Vor allem gibt es noch keine didaktisch entwickelte (Lern-)Software für diese Geräteklasse. Da die Endgeräte aber den Schülern und Schülerinnen zur Verfügung stehen und mit verschiedenen „Apps“ auch für schulische Zwecke genutzt werden könn(t)en, ist eine Diskussion über die Möglichkeiten und Grenzen von Multi & Touch im schulischen Bereich überfällig.
